Georgien

Georgien ist seit Jahrzehnten das Ziel russischer Informationsmanipulation und Einflussnahme, einschließlich kremlfreundlicher Desinformation. Gemäß dem Desinformationsregelwerk des Kremls ist Georgien schon länger das Ziel irreführender und falscher Narrativen, die seine Unabhängigkeit zu untergraben, seine territoriale Integrität in Frage zu stellen und seine Souveränität zu schwächen versuchen. Durch haltlose Anschuldigungen über westliche Versuche, in Georgien eine „Farbrevolution“ anzustacheln, über das Befeuern von Desinformationsnarrativen zum Schüren antiwestlicher Stimmungen bis hin zur Gefährdung des Gesundheitswesens durch Verbreitung von Mythen über Impfungen und direkte Lügen über biologische Forschungslabore wurde in Georgen von der russischen Desinformation kein Thema ausgelassen. Seit Russlands groß angelegter Invasion in der Ukraine am 24. Februar 2022 hat das Informationsumfeld in Georgien auch einen Anstieg an kremlfreundlicher Desinformation erfahren, die vor allem Georgiens Bestrebungen mit Europa ins Visier nimmt und sowohl von externen als auch internen Akteuren verbreitet wird.

Die East StratCom Task Force beobachtet den Informationsraum und hat aufschlussreiche Beispiele für die relevantesten Desinformationsnarrative in der unten zu findenden EUvsDisinfo-Datenbank gesammelt.

15 articles
Stein um (bröckelnden) Stein

Stein um (bröckelnden) Stein

Verbreiter von Kreml-Desinformation scheuen keine Mühen, über den BRICS-Gipfel in Kasan zu schwärmen und loben Putin als Hauptarchitekten einer neuen Weltordnung. Derweil bleibt die umstrittene Wahl in Georgien im Blickpunkt Moskaus, das alte Desinformationsklischees wiederverwertet.
Interview mit Nino Dolidze: Das Wichtigste in Georgien ist jetzt Wahlbeteiligung

Interview mit Nino Dolidze: Das Wichtigste in Georgien ist jetzt Wahlbeteiligung

Nino Dolidze ist Aktivistin und Geschäftsführerin der Internationalen Gesellschaft für faire Wahlen und Demokratie (ISFED), einer wichtigen Wahlbeobachtungsstelle in Georgien. Sie sprach mit EUvsDisinfo über die Auswirkungen des Gesetzes über „ausländische Agenten“ auf die Zivilgesellschaft und die zunehmende Herausforderung durch Desinformation und Informationsmanipulation in Georgien.
Der Kreml, der „Westen!“ rief

Der Kreml, der „Westen!“ rief

Die Desinformationskanäle des Kremls schüren in Russland eine Belagerungstimmung, verbreiten falsche Ängste vor einer bevorstehenden NATO-Invasion aus der Ukraine, beschuldigen den Westen, Russlands eingefrorene Vermögenswerte zu stehlen, um „Stellvertreterkriege“ zu führen, und mischen sich in Georgien ein, um Kontroversen um das Inkrafttreten des „Transparenzgesetzes“ anzuheizen.
Alle anderen liegen falsch!

Alle anderen liegen falsch!

Der Kreml wirft Selenskyj mangelnde Legitimität vor, der EU Zensur und der „globalen Elite“ den Versuch eines Attentats auf den slowakischen Premierminister Robert Fico. Das Ziel ist wahrscheinlich, die Aufmerksamkeit von der Situation in Russland abzulenken.
Georgien: Resilienz in Aktion

Georgien: Resilienz in Aktion

Mit dem Aufkommen der weit verbreiteten Proteste gegen das Gesetz über "ausländische Agenten" in Georgien setzte auch die Flut an kremlfreundlicher Desinformation ein, die auf die üblichen Klischees zurückgriff, den Westen zu beschuldigen, eine Revolution zu planen, und eine „Doppelmoral“ anzuprangern.
Die Kreml-Roadshow

Die Kreml-Roadshow

Kremlnahe Desinformationen loben Russlands Freunde, lenken von der Misere in der Ukraine ab, geben dem Westen die Schuld und verbreiten Verschwörungstheorien.
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RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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