1.000 und 4.000 Tage Hassrede zur Unterstützung von Russlands Krieg gegen die Ukraine

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1.000 und 4.000 Tage Hassrede zur Unterstützung von Russlands Krieg gegen die Ukraine
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In den mehr als tausend Tagen des groß angelegten Krieges Russlands gegen die Ukraine ist die kremlfreundliche Rhetorik weit über bloße Desinformation hinaus eskaliert. Sie hat sich in eine gefährliche Kampagne der Hassrede verwandelt, die die ideologische Grundlage für Gräueltaten und Kriegsverbrechen in Butscha, Irpin, Mariupol, Karamtorsk und vielen anderen Orten in der Ukraine gelegt hat.

Unter dem Deckmantel der „Entnazifizierung“ (einem Begriff des Kremls für die Absetzung demokratisch gewählter Regierungsvertreter in der Ukraine und der Wiederherstellung russischer imperialer Kontrolle) nutzt der Kreml das toxische Wort „Nazi“, um die Ukrainer systematisch zu entmenschlichen und zu dämonisieren. Dabei wird in der Öffentlichkeit und in der russischen Militärsphäre die Vorstellung verbreitet, dass die Existenz der Ukraine von Natur aus eine Bedrohung darstelle und daher zerstört werden müsse.

Ein Artikel, der nur wenige Monate nach dem Beginn der groß angelegten Invasion Russlands in der Ukraine von der EU-sanktionierten Nachrichtenagentur RIA Nowosti, Russlands wichtigster staatlich kontrollierter Nachrichtenagentur, veröffentlicht wurde, veranschaulichte diese Art von Rhetorik. Unter dem Titel „Was Russland mit der Ukraine tun sollte“ wurde ein erschreckender Plan für die Zerstörung und Massenunterdrückung der Ukraine ausgearbeitet. Der Artikel ging sogar so weit, dass er vorschlug, das Wort „Ukraine“ umzubenennen, es aus der russischen Sprache zu streichen und durch die in Jahrzehnten repressiver Besatzung durchgesetzten russischen Kultur- und Rechtsstrukturen zu ersetzen. Dies ist das Rezept für die Vernichtung des ukrainischen Staates und der ukrainischen Identität.

Solche Völkermordfantasien wurden von anderen hochrangigen Kreml-Vertretern wiederholt und verstärkt, darunter Dmitri Medwedew, der offen dazu aufgerufen hat, dass die Ukraine und ihr Volk „verschwinden“ sollen. Ein weiterer hochrangiger russischer Beamter, der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident und ehemalige Leiter der russischen Weltraumagentur, Dmitri Rogosin, bezeichnete die Ukraine als eine „existenzielle Bedrohung“ und forderte, ihr ein für alle Mal „ein Ende zu setzen“.

Hassrede als Mainstream

In Russland ist die Hassrede gegen die Ukraine zum Mainstream geworden. Sie ist in den russischen Informationsraum eingedrungen, und die führenden kremlfreundlichen Desinformationskanäle wenden verschiedene diskursive Strategien an:

  • Entmenschlichung – Zum Beispiel wird suggeriert, dass Ukrainer zu Tieren geworden seien, um Abscheu und Verachtung hervorzurufen.
  • Dämonisierung – Sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne, um der Ukraine die Schuld für Russlands Unglück zu geben.
  • Verleugnung der Existenz – Indem behauptet wird, dass die Ukraine kein echtes Land sei, sondern ein Konstrukt westlicher Manipulation, das eine existenzielle Bedrohung für Russland darstellt.
  • Spiegelbildliche Anschuldigungen – Indem Ukrainer fälschlicherweise beschuldigt werden, Gräueltaten gegen die vermeintlichen „Befreier“ zu planen. Eines der deutlichsten Beispiele dafür: RT behauptete zwei Wochen vor der Invasion, dass die „Ukrainer russisches Blut wollen“.
  • Geschichtsrevisionismus – Insbesondere das Leugnen oder Verherrlichen vergangener Terrorakte. Im Mittelpunkt dieser Strategie steht die oft wiederholte Phrase „Wir können es wieder tun“. Laut Menschenrechtsforschern ruft insbesondere dieser Satz einige der dunkelsten Seiten der Geschichte der Ukraine hervor, darunter Stalins Säuberungen und den Holodomor, und suggeriert, dass diese Gräueltaten der Vergangenheit heute „wiederholt werden können“.

Durch die jahrelange Wiederholung dieser Rhetorik in den russischen Staatskanälen wurde nicht nur die Invasion normalisiert, sondern auch die extreme Gewalt, die sie begleitet. Gräueltaten werden als angebliche Selbstverteidigungsakte gerechtfertigt und die öffentliche Unterstützung für die Aggression wird gestärkt. Das Ergebnis ist eine systematischer Verfall der Empathie, die Kriegsverbrechen unter dem Deckmantel des Schutzes „russischer Interessen“ legitimiert.

Lassen Sie sich nicht täuschen. Stehen Sie an der Seite der Ukraine.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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